erstellt von Hubert Galozy

18.02.2019
Informationsabend der Freien Wähler Leinburg

Leinburg – FREIE WÄHLER standen Rede und Antwort in einem gut gefüllten Saal des Gasthauses Grüner Baum in Diepersdorf. MdL Hauber und Grötsch, stellv. Landesvorsitzender, beantworteten souverän die Fragen des Publikums.

Hochrangig besetzt war der Tisch der Redner: Hubert Galozy, 1. Vorsitzender des Ortsverbandes Freie Wählergemeinschaft Leinburg, begrüßte in einem voll besetzten Saal Politiker der Partei Freie Wähler, Wolfgang Hauber, MdL und Hans Martin Grötsch, stellvertretender Landesvorsitzender sowie Parteifreunde aus dem Kreistag, aus Altdorf und Röthenbach/Pegn.
Seit fast 100 Tagen sind die Freien Wähler im Landtag als Regierungspartei vertreten, sind Koalitionspartner und sicherten sich bei den Verhandlungen mit dem Regierungspartner CSU einige Ämter. So ist Hauber innenpolitischer Sprecher für Bayern, er sitzt im Ausschuss für Fragen des öffentlichen Dienstes in Bayern und im Ausschuss für kommunale Fragen, innere Sicherheit und Sport und hat einen Platz im Parlamentarischen Kontrollgremium. In der Kommunalpolitik groß geworden, sieht er sich als Freund und Helfer der Bevölkerung. Grötsch als Stellvertreter von Landesvorsitzendem Hubert Aiwanger, steht für eine transparente, klare Sachpolitik, möchte unbequem sein, weil man nur so ins Gespräch kommen kann. Der Berufssoldat und bekennender FCN-Fan macht sich stark gegen den Südostlink und merkt an, dass der Ausbau der Stromtrassen noch immer nur Betroffene interessiert. Dabei sollte es wie Klimaschutz und Umweltschutz ein Thema von allgemeinem Interesse sein, da Kostensteigerungen  beim Strompreis auch alle Bürger tangiert. Alternative Energien sind ein Schlagwort – die FW ist laut Grötsch auf dem richtigen Weg. Sie ist die einzige Partei im Landtag, die sich hier deutlich positioniert. 
Strom ist auch für Bezirkstagspräsident und Landrat Armin Kroder ein wichtiges Thema: Er ruft zur Energieeinsparung im privaten und beruflichen Umfeld auf, lobt die Ausdauer und das hohes Maß an Fachwissen, das sich die Mitglieder der Bürgerinitiative gegen den Süd-Ost-Link erworben haben.  „Wir dürfen keine selbstoptimierenden Ich-Linge sein“, sondern im Zusammenhalt zeigen, dass Gemeinschaft stärkt und Sachlichkeit besticht. Er sendet auch einen Dank an alle Helfer, die im südlichen Bayern im Schneechaos Dächer abgeräumt haben. Zu seinem Doppelamt als Bezirkstagspräsident und Landrat sagt Kroder, das könne er gut miteinander verbinden, auch gerne über die jetzige Amtszeit hinaus. Als große Aufgaben sieht Kroder die europäischen Themen, wie Sicherung der Außengrenzen, eine gerechte Asylpolitik und glaubt an die Subsidiarität – auch dafür zu streiten, wo es notwendig ist.
Anwesend war auch Felix Locke, jugendpolitischer Sprecher der Freien Wähler und Landesvorstand der Jungen Freien Wähler Bayern. Sein Plädoyer gilt der Gleichberechtigung von jungen neben erfahrenen Kommunalpolitikern im Hinblick auf Wahlen und zukunftsweisender Politik. „Schenkt den jungen Menschen euer Vertrauen, sie haben die Kraft, Pläne zu verwirklichen“.

Nach der Vorstellungsrunde nutzten die Zuhörer die Gelegenheit, ihre persönlichen Anliegen vorzutragen: es wurde angefragt, wie man es erreichen kann, dass junge Erwachsene, die im öffentlichen Dienst beschäftigt sind, ortsnah beschäftigt werden, damit sie weiterhin ehrenamtlich tätig sein können. Es interessierte die Stellungnahme zur kostenfreien Kinderbetreuung, da damit den Betreuungseinrichtungen Gelder verloren gehen und ein teurer Hortplatz in Konkurrenz zur kostenfreien Kindertagesstätte steht. STRABS, der Süd-Ost-Link und der Radwegebau wurden ebenso angesprochen wie das Volksbegehren zum Artenschutz „ Rettet die Bienen". Das Pro und Contra zum Volksbegehren wurde stark diskutiert, vor allem, da die Freien Wähler diesen nicht aktiv unterstützen werden. Hauber erklärt, dass sich die vorgeschlagenen Änderungen der Einzelnormen im Bayerischen Naturschutzgesetz „in Masse auf Veränderungen in der Landwirtschaft abzielen, was aber nicht zielführend ist, da der Schutz der Umwelt als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu verstehen ist und nicht nur von ungefähr 2 % der bayerischen Bevölkerung geleistet werden kann“.
Abschließend wurde noch über die Ziele der Freien Wähler gesprochen. Grötsch zitiert Hubert Aiwanger, dass wir in zehn Jahren im Bundestag vertreten sein wollen. Er erläutert hierzu, dass es „hier  zwingend notwendig ist, die Parteistruktur mit der Mitgliedschaft in der Bundesvereinigung zu stärken, denn der Parteienstatus ist auch die Grundlage, um bei Bezirks- und Landtagswahlen antreten zu können und dadurch auch nicht nur in Bayern an der Regierung zu beteiligt zu sein“.
Galozy dankte den Rednern mit einem kleinen Gastgeschenk und allen Anwesenden für die kurzweilige Diskussion. Er regte abschließend den Besuch der Ortsverbandes FWG Leinburg des Münchener Landtags an, was MdL Hauber für das Jahr 2020 gerne organisieren wird.